ARTIST STATEMENT

I am a German artist who lives and works in Austria.

When I was young, I spent some time in New York where I got to know the German artist Salome, an artist from the art movement, The New Wild (die Neue Wilde).

In the 1980s, Salome’s group was considered a counter-movement to prevailing conceptual art scene during which they shifted to painting. Needless to say, I was infected by the spontaneous and expressive elements of the Neue Wilde at a young age.

 

I currently work and live in Dornbirn and Schwarzenberg, Austria. 

My works are mostly large format oil- and acrylic paintings which are simultaneously realistic and alienating. Shapes and contours are blurred, out of focus, distorted or alienated. However, the realistic impression is retained and is heightened by a dynamic color composition.

 

Since 2011, I have been working in my studio located in Hohenems in the historic Villa Rosenthal, as well as in my studio loft in the building of the Arche Noah Museum since 2018.

 

My switch to representational painting may have been impacted by my prior work as Designer, or be interpreted as a counter-movement to the still prevalent conceptual art genre. The influence from artist Salome in my early years can still be seen today in recurring “violent” details.           

 

If noted that the general trend is back to painting in recent years, especially in its figurative formulation, this would mean that my works are associated with these mediums:

individual handwriting, expression, singularity, references to historical positions. 

 

Portraits and depictions of women play a vital role in my work.

 

In the portraits and depictions of women, the vulnerability and its effects of passion are brought out. Objectively merging and dissolving, the protagonists depict themselves in a unique and modern expressive language. The surfaces are often filled with opaque layers and the images are gentle but built up expressively in layers. Like visions, bodies and portraits tremble and loll, flooded with sex appeal. They resist invisible norms while the viewer stands before them in silence. In the portraits, he literally dips into their eyes.

 

The painting approaches the viewer, expressively abstract, yet based on a clear object. Vital brushwork features appear increasingly free in front of the surface as tension builds up in the juxtaposition of density and looseness, intensity and silence.

 

In addition to my portraits and nudes, the fascination with the forces of nature and the self-destructive manner in which our society deals with it forms an important part of the work. In view of the ecological, social and economic dynamics of the last decade, it is increasingly clear that the imperative of constant growth is no longer a sustainable vision for our future, if we want one at all.

 

A cultural shift is not in sight and we are on a course of destruction and ruthlessness. With regards to social criticism, I make light of topics such as religion, cruel rituals, sexual assault, and obsession with power and destruction. I work excessively with spatula techniques, torn up surfaces of earth and destructive elements, with underlying sadness and calm.

 

Nature works are the large format ocean paintings to which I feel a strong connection. I work out the primal force of the sea by applying complex, excessive oil so that the water movements protrude several centimeters from the canvas. The viewer gives total respect for the ocean, its enormous amounts of water, the power of its waves and the fascinating play of colors on the light of the water.

 

In addition to representational formulation, my Oeuvre is strongly influenced by an expressive narration, but also continually inspired by different influences such as Gerhard Richter, Egon Schiele, Francis Bacon and Basquiat.

 

I do not simply fit into any category. I defend myself against such formal restrictions. My paintings portray inner realities which move me and which are constantly being reformulated within me. The creation of my works is, therefore, not dependent on detailed planning, but a spontaneous creative process. Beyond concept and rules, my proverb “art is dope not chicken soup” is almost a bit in the way of the viewer’s experience.

 

Despite the abundance of associations that inevitably arise in all works, mine are primarily characterized by an emotional, gestural language of forms. Perhaps this is the reason why my works polarize.

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KÜNSTLER STATEMENT

Ich bin deutscher Künstler, lebe und arbeite in Österreich.

 

Während eines New York Aufenthaltes in jungen Jahren lernte ich den deutschen Künstler Salome kennen, einer der wichtigsten Vertreter der “Neuen Wilden”.

Die Gruppe um Salome galt in den 1980er Jahren als Gegenbewegung zur damals vorherrschenden Konzeptkunst, in dem sie sich der Malerei zuwandten. Ich wurde also schon in jungen Jahren mit der spontanen und expressiven Formensprache der Neuen Wilden infiziert.

Aktuell arbeite und lebe ich in Dornbirn und Schwarzenberg, Österreich.

 

Meine Arbeiten sind grösstenteils grossformatige Öl- und Acryl Werke, realistisch und verfremdet zugleich. Formen und Konturen sind verwischt, unscharf, verzerrt oder verfremdet - der realistische Eindruck bleibt aber erhalten und ist durch eine dynamische Farbkomposition verschärft.

 

Seit 2011 arbeite ich in meinem Atelier in Hohenems in der historischen Villa Rosenthal und seit 2018 in meinem Atelierloft im Gebäude des Arche Noah Museum. 

 

Die Hinwendung zur gegenständlichen Malerei mag durch meine frühere Arbeit als Designer bedingt sein oder als Gegenbewegung zur immer noch dominierenden konzeptuellen Kunst verstanden werden. Der Einfluss durch die Bekanntschaft zu dem Künstler Salome in meinen frühen Jahren zeigt sich bis heute in immer wieder kehrenden “heftigen” Details.

 

Wenn in den letzten Jahren ein allgemeiner Trend zurück zur Malerei insbesondere in ihrer figurativen Formulierung konstatiert wird, meint das auch meine Werke, die mit diesem Medium assoziiert werden:

individuelle Handschrift, Dyktus, Ausdruck, Singularität, Referenzen auf historische Positionen.

 

Einen wichtigen Teil in meinem Schaffen nehmen Portraits und Frauendarstellungen ein.

 

In den Portraits und Frauendarstellungen werden die Verletzlichkeit und ihre Affekte des Leidenschaftlichen hervorgekehrt. Gegenständlich verschmelzend und auflösend zeigen sich die Protagonisten auf eine einzigartige, moderne Formensprache. Die Flächen oftmals Opak gefüllt und die Darstellungen sanft aber ausdrucksstark in Schichten aufgebaut. Visionenhaft zittern und rekeln sich Körper und Portraits, durchströmt von Sexappeal, kämpfen sie gegen unsichtbare Normitäten, während der Betrachter stumm vor ihnen steht. In den Portraits taucht er förmlich in deren Augen ein. 

Expressiv abstrahierend, aber von einem klaren Bildgegenstand ausgehend, tritt die Malerei an den Betrachter heran. Vitale Pinsellieneaturen treten zunehmend frei vor die Fläche, Spannung entsteht im nebeneinander von Dichte und Lockerheit, Intensität und Stille.

 

Neben meinen Arbeiten von Portraits und Akten bildet die Faszination der Naturgewalten und der selbstzerstörische Umgang unserer Gesellschaft damit einen wichtigen Teil der Arbeiten.

 

Angesichts der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dynamik des letzten Jahrzehnts wird immer deutlicher, dass der Imperativ des ständigen Wachstums keine nachhaltige Vision für unsere Zukunft mehr ist, wenn wir überhaupt eine haben wollen. Eine kulturelle Wendung ist nicht absehbar und wir sind in einem Strom der Zerstörung und Rücksichtslosigkeit.

Gesellschaftskritisch beleuchte ich Themen wie Religion, grausame Rituale, sexuelle Übergriffe, Machtbessenheit und Zerstörung.

In den Werken arbeite ich exzessiv mit Spachteltechniken, aufgerissenen Erdoberflächen und zerstörerischen Elementen, aber auch mit trauriger, ruhiger Sprache.

 

Naturbilder sind die grossformatigen Ozeanbilder, mit welchem ich mich verbunden fühle. Die Urgewalt des Meeres erarbeite ich durch vielschichtigen, exzessiven Ölaufrag, sodass die Wasserbewegungen mehrere cm aus der Leinwand hervortreten. Dem Betrachter zeigt sich der ganze Respekt vor dem Ocean, seinen gewaltigen Wassermengen, der Kraft der Wellen und dem faszinierend Farbenspiel des Lichtes auf dem Wasser.

 

Mein Oeuvre ist neben der gegenständlichen Formulierung stark von einem expressiven Ausdruck beinflusst, aber auch immer wieder inspiriert von unterschiedlichen Ansätzen wie von Gerhard Richter, Egon Schiele, Francis Bacon und Basquiat.

 

Ich lasse mich nicht ohne weiteres in irgendeine Kategorie einordnen. Ich wehre mich gegen derlei formale Einengungen. In meinen Bildern zeige ich innere Wirklichkeiten, die mich bewegen und die sich in mir ständig von Neuem formulieren. Die Entstehung meiner Werke ist deshalb auch nicht von einer detaillierten Vorplanung abhängig, sondern sie erfolgt in einem spontan ablaufenden Schöpfungsprozess. Jenseits von Konzept und Regeln angelegt, steht meine Maxime “art is dope not chickensoup”, dem Erleben des Betrachters fast ein wenig im Weg.

 

Trotz der Fülle der Assoziationen, die sich bei allen Werken unweigerlich einstellen, sind meine Arbeiten vor allem von einer emotionalen, gestischen Formensprache geprägt. Vielleicht ist gerade das der Grund, wehalb meine Werke polarisieren.

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